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Amorbach, eine kleine, saubere Gemeinde mit einer ehemaligen Benediktiner - Abteikirche. Die Legende weiß zu berichten, daß diese Abtei eine der frühesten Klostergründungen im mainfränkischen Raum ist. Im ..grünem Saal des Klosters Amorbach ist sein Standbild in doppelter Lebensgröße, angetan mit der Ritterrüstung, aufgestellt. Urkunden aus dem Jahre 714 bestätigen, daß auf dem heutigen St. Gotthardsberg über Amorbach Gaugraf  Ruthard von Frankenberg seinen Sitz gehabt hat.

Er lebte in einem Lande, das einst die Franken erobert hatten. Sie wurden zur zeit des Ritters Frankenberg von Karl Martell , dem Herzog der Franken , regiert. Der Gaugraf Frankenberg soll im Jahre 734 den heiligen Pirminius ins Land gerufen haben, damit dieser unter den heidnischen Bewohnern des Odenwaldes das Christentum predigte. Mit Karl Martells und des Gaugrafen Unterstützung soll auch das erste Kirchlein erbaut worden sein. Gewiß laufen in dieser legende Wahrheit und Dichtung durcheinander. Jedoch der Ritter Frankenberg ist urkundlich nachgewiesen, ebenso die Tatsache, daß er aus dem Elsaß stammte und in diesem Land ohne Nachkommen gestorben ist.

Haßfurt am Main -Marianische Ritterkapelle, erwähnt schon in den Jahren 1363/64, vollendet 1455,wie am südlichen Portal zu lesen ist. Die Großen Prozessionen die bis zu tausend Ritter mit Gefolgleuten in prachtvollen Gewändern umfaßten, zogen zu ihren Festen zurRitterkapelle in Haßfurt. Viele Rittertage wurden in diese Stadt einberufen. Über zweihundert Embleme fränkischer, schwäbischer oder anderer adeliger Geschlechter am Chorfries sollen deren Mithilfe beim Bau anzeigen.

All das besichtigte ich voller Interese, denn auch Vorfahren meines Namens waren am Bau beteiligt, was durch das Wappen an der Nordseite der Ritterkapelle bewiesen wird. In dem 1868 von Karl - Alexander von Heideloff in Stuttgart herausgegebenen Buch ...Deutsches Fürsten - und Ritteralbum der Ritterkapelle zu Haßfurt...heißt es über diese Vorfahren :

Das Geschlecht der noch blühenden Freiherren und Grafen von Frankenberg wird von einigen aus der Pfalz, von anderen aus Hessen hergeleitet, wo sie als kaiserliche Vögte mit der Aufsicht der bei Altfrankenberg befindlichen Silbergruben betraut gewesen sein sollen. Im 12.Jahrhundert haben sie bereits in Schlesien ihre Heimat und zwar in zwei Hauptlinien mit den Stammschlössern Ludwigsdorf im Fürstenturm Öls und Proschlitz im Fürstentum Brieg. Reichbegütert und hochangesehen verbreiteten sie sich auch bald über andere Teile des Landes und finden sich in hohen Ämtern bei den Herzögen von Schlesien und der Kaiser.

Es trifft zu, daß der Name im 12. und 13. Jahrhundert im ganzen damaligen Reich auftrat. Die Entstehung des Namens ist einfach zu deuten : Entweder nannten sich die Vorfahren nach Burgen, Städten, Dörfern, Flecken, Klöstern und Bergen, die den namen Frankenberg trugen, oder es waren Franken, die zufällig am Berge wohnten und so gerufen wurden. Die Festigung des namens ging aus verschiedener Schreibweise im Laufe der Jahrhunderte hervor. Der Generalmajor von Frankenberg, mit dem in der Familie häufig vorkommenden Vornamen Moritz, gab 1878 in Darmstadt ein Buch heraus unter dem Titel : .. Notizen über die Familie der Grafen, Freiherrn und Herrn von Frankenberg - Proschlitz, Ludwigsdorf und Lüttwitz..Hier heißt es über die Anfänge der Familie :Die einigermaßen verläßlichen Nachrichten über die Vorfahren der ältesten Zeit erstrecken sich bis 1056, wo Hartmann von Vrankenberch, Ritter vom heiligen Grabe als im Dienste Kaiser Heinrich IV. genannt wird.(Notizen...S.25)

Neben seinen Forschungen hat ein anderer, Carl - Alexander von Frankenberg, in den Jahren 1900 und 1902 in Breslau zwei Broschüren herausgegeben. In ihnen beschreibt er ... Bilder Frankenberg'scher Vergangenheit von 1500 - 1806 ..unter Benutzung verschiedener Quellen. Seine Angaben sind zusammengesucht. Die Quellen stammen vornehmlich aus dem Staatsarchiv Breslau : aus Herrmann Koelling :  ...Geschichte der Stadt Pitschen... Sinapius :  Schlesien  ...aus Gustav Fraytags - Bilder aus deutscher Vergangenheit .

Als die Zeit der feudalen Ritter zu Ende ging, wanderten viele Frankenbergs aus ihrer fränkischen Heimat aus und zogen  - nach Osten . Über ihren Weg gibt es keine Urkunden. Lediglich eine besagt ,daß auf dem Landtage zu Dresden, im Jahre 1206 , Henricus de Frankenberc  Zeuge bei der Entscheidung des Markgrafen Dietrich von Meißen bezüglich der Feste Thonen ( Burg Tonna in Sachsen ) gewesen ist. Danach tauchen die Frankenbergs in dem vom polnischen Fürstengeschlecht der Piasten beherrschten Schlesien auf.1290 war Bernoldus von Frankenberg Rat des Herzogs Boleslas in Schweidnitz und Jauer. Er und Ubaldus von Frankenberg erhielten vom polnischen Herzog die Güter Proschlitz ( Proslitzky ), Rosen, Nassadel und Woislawitz als Lehen. Von Bernoldus ,dem ältesten Vorfahr meiner engeren und direkten Familie - Alle Angaben bei Moritz von Frankenberg - Notizen über die Familie ...S.25/26.

Zu Zeiten des Hohenstaufen -Kaisers Fridrich I.,genannt ,,Barbarossa ,, war Polen ein vom ,,heiligen Römischen Reich Deutscher Nation -abhängiges Lehnsherzogtum....,,Unter ihnen waren die Frankenberge mit andere deutschen Kolonisten als Pioniere deutscher Kultur in das slawische Land gezogen, hatten deusches Recht und damit größere Freiheit zu den polnischen Leibeigenen gebracht und durch die so erhöhte Schaffensfreudigkeit den Wohlstand mitgehoben und deutsche Ansiedlungen gegründet. (Bilder Frankenbergscher Vegangenheit, S.7.Qullenangabe von nun an :Bilder ...)

.....Carl - Alexander berichtet weiter, daß die Frankenbergs in de Reformationszeit auf ,,ihren alten Stammsitzen in Gegend von Kreutzurg , Pitschen , Constad , Hauptsächlich auf Proschlitz , Rosen , Reinersdorf , Roschkowitz , Neudorf und Nassadel ; im Namslauischen auf Reichen und im Oelsnischen als als Herren auf Stroppen , Essdorf und Krompach saßen.

.....Carl -Alexander gelten :daß die Familie - während der Zeit 1500 bis 1740 allein in Schlesien eine Stadt, Landsberg, sowie über100 Dörfer und Güter ihr eigen nannte und, daß zum Schuß des 16.Jh. gleichzeitig drei Mitglieder der Familie in schlesischen Fürstentümern Landeshauptleute waren, eine Stellung, welche die höchste Verwaltungs - sowie Militärbehörde in sich vereinigte - (Bilder, S. 8 )

Das 1855 von Leopold von Ledebur in Berlin herausgegebene ,, Adelslexikon der preußischen Monarchie ,, gibt sogar an, daß die Familie Frankenberg von 1297 bis 1854 in Schlesien hundertfünfundvierzig Güter besessen hat und damit einen großen Teil Schlesiens ihr eigen nannte.Zweiundvierzig dieser Güter trugen - nach Ledebur - eindeutig, slawische Namen, zum Beispiel - Bogislawitz ( Boguslawice ), Czirkow (Ciarka ) , Cziasnau ( Ciasna ), Kilbazcin  (Kielbasin ), Nieschwitz, Orzesche ( Orzesze ), Ptakowitz ( Ptakowice ), Skriwizin, Sbytschin, Slawenzitz ( Slawencin ), Tillowitz ( Tulowice ), Wienskowitz (Więckowice ), Woidnikowe ( Wodników ), Woislawitz, Zarengoschütz (Bd.I, S. 229/30 )

Auch von den Kaisern waren den Frankenberg's besondere Rechte verliehen worden. Kaiser Rudolf II bestätigt ihnen zum Beispiel : 1593 in einem böhmisch geschriebenen Verleihungsbriefe das Zollrecht, welches die Proschlitzer auf Roschkowitz und auf Landsberg auch ausübten, indem sie Schlagbäume auf ihrem  Gebiet errichteten und von den Durchfahrenden die Entrichtung eines Zolls verlangten.( Recht auf ein Zollhaus -d.Verf.) durch Adam von Frankenberg d. Jüngeren in Unschütz und erhielten ein Urteil (Bilder, S.9 )

,, Einen Nachweis den Vermögensstand der Familie zu jener Zeit gibt ein Prozeß des Gesamtgeschlechtes 1612 und 1613 gegen Adam von Frankenberg auf Bankwitz. Zur Verteilung der Prozeßkosten hat jeder der beteiligten Vettern aus beiden Linien, Proschlitz und Ludwigsdorf, sein Vermögen selbst eingeschätzt. Rein menschlich betrachtet wird sich da wohl niemand zu hoch eingestuft haben, da keiner gerne mehr Gerichtskosten bezahlt, als er muß. Die Summe ergibt, wenn man dem alten Gerichtsschreiber trauen darf, das enorme Gesamtkapital von 954 000 Reichstalern, hohen Geldwert wohl einer wenigstens fünfmal so hohen Summe heutzutage(1900! - d.Verf. ) gleichkommen würde. Hans von Frankenberg auf Proschlitz figuriert darin allein mit einem Vermögen von 1200 000 Talern. - ( Bilder, S.10 )

Bis 1528 trugen in Schlesien alle Familienangehörigen den Namen .. Frankenberg.. Die Familie zählte als ein Ganzes, lediglich die Güter waren getrennter Besitz. 1528 kam es zur Bildung zweier  Zweige, da sich der ältere Sohn nach dem 1297 urkundlich nachgewiesenen Gute den Zunamen ,,Proschlitz ,,gab, der jüngere, Besitzer von  Ober - und Niederludwigsdorf, führte seitdem den Zunamen ,,Ludwigsdorf ,, .Diese Tatsache wird exakt in dem Buch über das ,,Fürsten -und Ritteralbum der Ritterkapelle zu Haßfurt ,, aufgeführt. Mitte des 17. Jahrhunderts erfolgte die Freiherrenerhebung der Linie ,,Ludwigsdorf ,, für Johann - Wolfgang von Frankenberg. Der König von Böhmen ernannte dessen Nachkommen zu Grafen, eine Linie, die Anfang dieses Jahrhunderts ausgestorben ist. Wenzel von Frankenberg und Ludwigsdorf erhielt die ,,Grafenwürde ,,vor allem wegen seines Wiedereintritts in die Katholische Kirche. Er war Landeshauptmann von Glogau (vergleichbar mit einem Regierungspräsidenten ), später dann sogar Vizekanzler von Böhmen, und galt als einer der befähigtsten männer eines Landes, das nunmehr zur österreichisch - habsburgischen Krone gehörte.

Beide Linien vermehrten sich in Schlesien zahlenmäßig  schnell, was natürlich der große Grundbesitz erleichterte. Im 19.Jahrhundert wurde ein Zweig der Familie von Lüttwitz mit dem Gute ,,Bielwiese,, belehnt und dem Recht, den Namen von Frankenberg zu tragen. So entstand noch ein dritter Zweig, dessen Angehörige, wie auch zwischen den beiden anderen Linien, nur noch namensverwandt waren, sofern nicht untereinander Ehen geschlossen wurden, was mehrfach vorgekommen ist.

Irgendeine organisatorische Form des Zusammenschlusses der Familien kannte man damals nicht. Alle lebten einzeln, allmählich auch bis nach Ostpreußen hin verstreut, und hatten nur den vom Namen her gegebenen losen Zusammenhang.

Gesamt - Familien - Verein....am 19.Mai 1884 in Breslau  gegründet und in Berlin am 20.Oktober 1884 notariell bestätigt. (Geneal. Handbuch von W. von Huek, Limburg a. d. L, A, Bd. IX, 1969, S. 112 ) Gemeinsam mit dem Grafen Friedrrich (Fred) und Generalmajor Moritz von Frankenberg und Ludwigsdorf rief Caesar Ernest Sylvius von Frankenberg und Proschlitz die Organisation ins Leben, wobei Caesar von 1897 bis 1912 zum Vorsitzenden berufen wurde. Danach trat der bis 1911 als Schatzmeister fungierende Wilhelm Hans Friedrich aus dem Hause Ludwigsdorf an die Spitze des Vereins, der, wie schon sein Vorgänger, nicht nur ein großes Vermögen, sondern auch einen klingenden Titel mitbrachte . Königlichpreußischer Generalmajor a la Suite der Armee mit der Uniform des Ulanen - Regiments Nr. 13, Oberstallmeister Seiner Majestät des Kaisers und Königs, königlich - preußischer  Wirklicher Geheimer Rat, Excellenz und Ritter hoher Orden.

Nach der Niederlage im erstem Weltkrig, die auch das Ende der Monarchie bedeutete und für die Frankenbergs den Verlust einiger Besitzungen in Schlesien mit sich brachte, konstituierte sich der Verband am 9. Februar 1919 erneut und änderte sein Statut das nun zwischen der Familien - Stiftung und dem Familien -Verein deutlich unterscheidet und in der ersteren ... ein Zweckvermögen mit den Aufgaben der Unterstützung und Förderung der Familien - Mitglieder und ihrem weiblichen Angehörigen, in dem Familien - Verein eine gerichtlich eingetragene Vereinigung Gleichgesinnter zur Pflege und Hebung der Wohlfahrt und Ehre des Geschlechtes erblickt......( Familien Zeitschrift, 11.Jahrg, Heft 4/1920, S.1 )

Am 25.August 1962, ließen rührige Organisatoren aus den drei Frankenberg - Linien den Verband in Hamburg neu erstehen, jetz eingetragen als ......Verein bürgerlichen Rechts ....im Vereinsregister der Bundesrepublik Deutschlands.

 
Quelle -
Tradition im Kreuzverhör - Meine Familie in der Geschichte - Egbert v. Frankenberg. Verlag der Nation Berlin -  1980
 
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